Dörnschlade 2012 | Drucken |
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Auf Gottes Wort hin einen neuen Aufbruch wagen

Unter dem Leitwort „Auf sein Wort hin einen neuen Aufbruch wagen“ hatte der Bezirksverband Olpe-Siegen der Katholischen Arbeitnehmerbewegung auch in diesem Jahr wieder zur traditionellen Familien- und Jugendsternwallfahrt auf die Dörnschlade eingeladen.

Noch vor Beginn der Wallfahrtsmesse, die eigentlich unter freiem Himmel auf dem Gelände vor der Wallfahrtskapelle stattfinden sollte, mussten sich die Organisatoren bereits anders als vorgesehen ganz konkrete und praktische Weise mit dem Leitwort der Wallfahrt auseinandersetzen: Anhaltend strömender Regen verhinderte die geplante gottesdienstliche Feier im Freien und zwang zu einem Aufbruch ins Trockene. So wurde der Ort des Geschehens kurzerhand in die nahe gelegene Kirche St. Marien in Altenhof verlegt.

Dort erlebten die Gläubigen einen nicht alltäglichen Gottesdienst, der von KAB-Präses Reinhard Lenz, Pfarrer in Freudenberg, zelebriert wurde: Im Vorfeld der Wallfahrt hatte der KAB-Bezirksverband einige karitative und kirchliche Gruppen und Initiativen aus dem Bezirk Olpe-Siegen eingeladen, sich mit dem Wallfahrtsthema zu beschäftigen. Ihre Gedanken hatten die beteiligten Gruppen auf verschiedenen Schautafelteilen gestaltet und mitgebracht. Wo Menschen in ihrem konkreten Alltag Aufbruchsituationen erleben, was es für sie bedeutet, auf Gottes Wort zu vertrauen, wo es ihrer Meinung nach gilt aufzubrechen und wo es gilt, etwas aufzubrechen, wurde von den Mitwirkenden anschaulich auf verschiedenen Schautafelteilen ins Bild gebracht.

So zeigte ein Schautafelteil z.B. den Alltag in Indien und berichtete über die Erfahrungen von sogenannten „Missionarinnen auf Zeit“, die für einen bestimmten Zeitraum in einem Missionsorden mitleben, mitbeten und mitarbeiten. Im Gastland erhalten die jungen Erwachsenen die Gelegenheit, sich beruflich (neu) zu orientieren und spezielle seelsorgliche und soziale Aufgaben zu übernehmen.

Die „Junge Kirche Hochsauerland“ informierte auf ihrem Schautafelteil über die Ziele und Grundlagen ihres Engagements: den Glauben bei Jugendlichen ins Gespräch zu bringen und mit anderen Formen von Gottesdiensten und geistlichen Angeboten  neue und erfrischende Impulse für das persönliche Glaubensleben zu geben.

Über ihre Eindrücke und Erfahrungen beim internationalen Jugendtreffen „Come to Bosco“ berichteten die jugendlichen Teilnehmer an einer Pilgerfahrt nach Turin, der Heimat des hl. Johannes Don Bosco. Während der Reise konnten die Jugendlichen das Leben, die Spiritualität und den Einsatz des Heiligen für die jungen  Menschen seiner Zeit kennenlernen.

Eine Schülergruppe der Jahrgangsstufe 5 des Städtischen Gymnasiums Kreuztal beschäftigte sich im Religionsunterricht intensiv mit der Frage, welche Bedeutung Gottes Wort im Alltag zukommt und was es konkret bedeutet, sich auf Gottes Wort hin auf den Weg zu machen. Ihre Überlegungen brachten die Schüler anschließend auf ihrem Schautafelteil zum Ausdruck.

Darüber hinaus waren auch der Caritas-Hospizdienst „Camino“ aus Olpe, der Fair-Markt aus Gerlingen und die Inititative „Bänder der Freundschaft“ aus Attendorn an der Schautafelgestaltung beteiligt.

Die knapp zweistündige Messe brachte den Gottesdienstteilnehmern die Aussageabsicht des Evangeliums vom reichen Fischfang (Lk 5, 1 – 11) auf vielfältige Weise in Erfahrung. Wenn Menschen sich auf Gottes Wort verlassen und es zur Grundlage ihres Lebens machen, dann werde gedachter Glaube zu handelndem Glauben, gefühlte Liebe zu tätiger Liebe, erträumte Hoffnung zu gelebter Hoffnung, so Pfarrer Reinhard Lenz in seiner Predigt. „Das Evangelium stärkt unseren Glauben daran, dass unsere Arbeit, unsere Anstrengung und Mühe gelingen und erfolgreich sind, wenn sie von Gott und seinem Wort ausgehen und wenn wir in Gottes Auftrag und nach seiner Weisung leben und handeln. Es macht uns Mut, aufzubrechen und auf Gottes Wort hin in unserer Welt füreinander und miteinander tätig zu sein und zu wirken“, betonte der Zelebrant.

Für den feierlichen musikalischen Rahmen der Wallfahrt sorgten der Musikverein „Lyra“ aus Altenhof unter der Leitung von Marco Linde und der Frauenchor Ottfingen unter der Leitung von Thomas Bröcher, sowie Jutta Ohm an der Orgel und Alexander Sieler (Geige).