Geschichte | Drucken |

Die KAB in Deutschland entstand 1849 aus dem ersten katholischen Arbeiterunterstützungsverein St. Josef in Regensburg.

Mit der Enzyklika "Rerum novarum" von Papst Leo XIII. begann die inzwischen 100jährige Geschichte der modernen päpstlichen Sozialverkündigung. Sie hat die KAB geprägt, sie wurde aber auch durch die KAB beeinflußt.

Schon im 19. Jahrhundet war die KAB ein Teil der Freiheits- und Demokratiebewegung. Die KAB steht in dieser Tradition auch heute noch auf der Seite der Schwachen und Ausgegrenzten. Die KAB entwickelt aus dem Glauben heraus mit Hilfe der kirchlichen Soziallehre und im Geist des Evangeliums eigene Initiativen für eine bessere, gerechtere, solidarische und soziale Zukunft aller.

Politische Arbeit - das zeigt die Kampagne des Bundesverbandes der KAB "Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sozialversichern", das hat zuletzt auch die bundesweite Aktion der KAB für einen gerechten Familienlastenausgleich gezeigt - ist kein Spaziergang. Sie ist ein hartes Geschäft in öffentlicher Auseinandersetzung. Da ist nicht Neutralität gefragt, sondern Solidarität und Bekenntnis.

Wir leben in einer gespaltenen Welt mit reichen und sehr armen Ländern, hoch entwickelten und ausgebeuteten Völkern. Nächstenliebe und Solidarität darf deshalb nicht an Landesgrenzen halt machen, sondern muß weltweit eingeübt werden. Die KAB leistet dies in hunderten von Partnerschaften mit konkreten Hilfsprojekten und Einzelmaßnahmen in Afrika, Asien und Südamerika.

Es gibt in der gespaltenen Gesellschaft neue und aktuelle Herausforderungen für die KAB:
  • die Überwindung der strukturellen Arbeitslosigkeit;
  • die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen;
  • die Verwirklichung der sozialen und politischen Menschenrechte weltweit;
  • die Bewältigung der großen, weltweiten Migrationsbewegungen;
  • die soziale Gestaltung der europäischen Einigung;
  • die Verwirklichung der Emanzipation von Frauen und Männern;
  • ein neuer Generationenvertrag, der längerer Ausbildungsdauer, schrumpfender Zeit der Erwerbsarbeit und höherer Lebenserwartung und einer neuen Solidarität aller Generationen Rechnung trägt;
  • die Herstellung gleicher Lebenschancen und gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland;
  • die Gestaltung einer Tätigkeitsgesellschaft, in der neben Arbeit auch Freizeit, Muße und andere Kulturbereiche in ein neues Verhältnis zueinander gebracht werden.
Die KAB erkennt diese Zeichen der Zeit und stellt sich den Herausforderungen mit dem Ziel, die Ordnung der Wirtschaft mehr und mehr der Ordnung der Personen dienstbar (Gaudium et spes) zu machen.